Warum du (wahrscheinlich) zu billig bist. Und wie du das jetzt änderst

Dieses Thema ist gerade bei unserem Revenue Sprint (8-Wochen Programm für Dienstleisterinnen) sehr präsent. Letzte Woche kam das Thema Angebotsstruktur auf und diese Woche gehen wir auch endlich das Thema Preise an. Was kostet meine Arbeit eigentlich? Und vor allem, forderst du wirklich genug dafür?

Eine aktuelle Studie zeigt: Selbstständige Frauen verdienen im Schnitt 44 Prozent weniger als ihre männlichen Wettbewerber. Nicht weil sie weniger können, sondern weil sie ihre Preise systematisch zu niedrig ansetzen. Das ist kein Vorwurf, das ist ein Muster. Und Muster kann man verändern.

Warum Gründerinnen ihre Preise oft zu niedrig ansetzen

Es gibt ein paar klassische Denkfallen, die wir immer wieder hören:

"Ich bin doch noch nicht so weit." Doch. Du bist weiter, als du denkst. Wer für eine Leistung bezahlt wird, hat das Recht, dafür einen fairen Preis zu nehmen.

"Meine Konkurrenz nimmt auch nur so viel." Ist kein Argument. Möglicherweise macht deine Konkurrenz denselben Fehler.

"Ich will keine Kunden abschrecken." Die richtigen Kunden schreckt ein fairer Preis nicht ab. Tatsächlich signalisiert ein zu niedriger Preis oft das Gegenteil von Qualität.

Das sind die Zeichen, dass dein Preis zu niedrig ist

Du bist ausgebucht, aber dein Konto spricht eine andere Sprache. Du hast kaum Zeit zum Durchatmen, bekommst aber trotzdem das Gefühl, für den Aufwand nicht wirklich entlohnt zu werden. Du willst Anfragen eigentlich gerne ablehnen, traust dich aber nicht. Das sind keine Zufälle. Das sind Signale.

Was du jetzt tun kannst

Erstens: Rechne nach. Nicht gefühlsmäßig, sondern konkret. Was kostest du pro Stunde wirklich, wenn du Steuern, Versicherung, Krankenversicherung, unbezahlte Verwaltungszeit und Urlaub einrechnest? Viele Selbstständige erschrecken sich, wenn sie das das erste Mal richtig durchgerechnet haben.

Zweitens: Kommuniziere den Wert, nicht die Zeit. "Ich nehme 80 Euro pro Stunde" klingt nach Taxameter. "Mit meinem Paket gewinnst du X Stunden Zeit pro Woche und kannst dich auf Y konzentrieren" klingt nach Investition.

Drittens: Kündige Preiserhöhungen aktiv und selbstbewusst an. Nicht entschuldigend, nicht mit zehn Erklärungen. Kurz, klar, mit Vorlauf. Deine Stammkundinnen, die wirklich von deiner Arbeit überzeugt sind, bleiben.

Unser Tipp

Wenn du dir nicht sicher bist, ob dein Preis stimmt: Frag in der EmpowHerNetwork Community nach. Wir haben eine Community voller Frauen, die genau diesen Weg schon gegangen sind und gerne teilen, wie sie ihre Preise neu kalkuliert und kommuniziert haben. Du musst das nicht alleine rausfinden.

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