Warum der Gründerinnen-Anteil 2025 gesunken ist und was das für uns bedeutet

Das ist eine Zahl, die man nicht einfach ignorieren kann: Der Anteil weiblicher Gründerinnen in der deutschen Startup-Szene ist 2025 zum ersten Mal rückläufig gewesen. 18,8 %, laut dem Female Founders Monitor 2025 des Startup-Verbands. Das war zuletzt deutlich höher.

Und beim Vollerwerb sieht es noch krasser aus: Nur noch 27 % der Vollzeit-Gründerinnen im Startup-Kontext sind Frauen. Dazu kommt, dass 2025 gerade mal 1 % des gesamten Risikokapitals in Deutschland an rein weibliche Gründerinnen-Teams geflossen ist. 1 Prozent.

Was ist passiert?

Ein Teil der Erklärung ist strukturell. Der aktuelle Gründungsboom läuft vor allem über Nebenerwerb, das hat auch der KfW-Gründungsmonitor 2026 gezeigt. Und nebenberuflich starten Frauen zwar häufig, aber den großen Schritt in den Vollerwerb gehen sie seltener als Männer. Das drückt die Zahlen in den Vollzeit-Statistiken.

Dazu kommt das Investitionsproblem, das sich nicht verändert. Wer kein Netzwerk zu Kapitalgeberinnen hat, startet mit anderen Startbedingungen. Das ist kein persönliches Scheitern, das ist ein Systemfehler.

Warum wir das trotzdem nicht als Ausrede gelten lassen

Emily sagt das seit Anfang an: Eine der größten Hürden für Gründerinnen ist nicht das Wissen, nicht die Idee, nicht mal das Startkapital. Es ist das Netzwerk. Der Zugang zu anderen Unternehmerinnen, zu Wissen, das sonst nicht weitergegeben wird, zu echten Vorbildern, die zeigen: Das geht.

Genau deshalb gibt es EmpowHerNetwork. Nicht weil die Zahlen schlecht sind. Sondern weil man an Zahlen etwas ändern kann, wenn man aufhört, alleine dagegen anzukämpfen.

Wir wünschen uns, dass genau diese Daten mehr Gründerinnen dazu bringen, ihre Sichtbarkeit ernst zu nehmen. Das eigene Business lauter nach außen zu tragen. Und sich Räume zu suchen, in denen sie gehört werden.

Denn am Ende ist jede Gründerin, die ihren Weg macht, ein Datenpunkt, der diese Statistik verändert.

Alle Infos und Daten gibt's hier: Female Founders Monitor 2025 (Startup-Verband)