Nur 1 Prozent: Warum der Gender Investment Gap für Gründerinnen alles andere als eine Randnotiz ist

Nur 1 Prozent: Warum der Gender Investment Gap für Gründerinnen alles andere als eine Randnotiz ist

Wir reden viel über Fortschritt. Über mehr Sichtbarkeit. Über mehr Frauen in der Startup-Szene.

Und dann kommt der EY Startup Barometer 2026 und erinnert uns daran, wie groß der Abstand noch wirklich ist.

Das Ergebnis: Rein weibliche Gründungsteams haben 2025 gerade mal 1 Prozent des gesamten Risikokapitals in Deutschland bekommen. 53 Millionen Euro. Während 94 Prozent der knapp 7,8 Milliarden Euro an rein männliche Teams geflossen sind.

Das ist kein kleiner Unterschied. Das ist ein strukturelles Problem.

Was die Zahlen wirklich bedeuten

Besonders bitter wird es bei den großen Runden. Ab einer Finanzierung von 50 Millionen Euro lag der Frauenanteil in Gründungsteams bei nur 3,3 Prozent. Bei kleineren Runden bis eine Million Euro war er mit 13,3 Prozent immerhin fast viermal so hoch.

Je mehr Geld auf dem Tisch liegt, desto seltener sitzt eine Frau mit dran. Das ist kein Zufall.

Dabei sind Gründerinnen in bestimmten Bereichen längst keine Ausnahme mehr. Im E-Commerce liegt ihr Anteil bei 21% der Gründungsteams, in Education bei 17%. Im kapitalintensiven Software- und Analytics-Bereich dagegen bei gerade mal 6%.

Was das für dich bedeutet, wenn du gerade gründest oder skalierst

Wenn du überlegst, ob du externes Kapital aufnehmen willst, weißt du jetzt: Du pitchst in einem System, das nicht neutral ist. Das ist keine Ausrede und kein Grund aufzugeben. Es ist eine Information. Du kannst dich darauf vorbereiten, du kannst dein Netzwerk gezielt aufbauen und gezielt in Räume gehen, wo du auf Entscheider:innen triffst, die wirklich offen sind.

Genau für diese Räume gibt es EmpowHerNetwork. Wir bringen Gründerinnen regelmäßig mit Menschen aus der Startupszene und mit Expert:innen aus erfahrenen Gründungskreisen zusammen. Nicht als Nice-to-have, sondern weil Netzwerk der einzige echte Hebel gegen ein ungleiches System ist.

Wenn du bootstrappst oder gar kein externes Kapital willst: auch gut. Dann ist das hier trotzdem relevant für dich, weil du weißt, warum du vielleicht andere Wege nimmst als die, die dir oft als Standard verkauft werden.

Mehr dazu

Die kompletten Daten aus dem EY Startup Barometer 2026 findest du hier: EY: Nur 1 Prozent des Risikokapitals fließt an rein weibliche Gründungsteams

Und wer tiefer in die Zahlen will: Der Female Founders Monitor 2025 vom Startup-Verband gibt noch mehr Kontext dazu.