E-Rechnung Pflicht 2026: Was Gründerinnen und Selbstständige jetzt wissen müssen

Steuerthemen sind jetzt nicht das, wofür wir morgens vor Freude aus dem Bett hüpfen. Aber dieses hier betrifft wirklich jede von uns, die Rechnungen schreibt, und wir hören aus der Community immer wieder, dass viele gar nicht genau wissen, was da gerade auf sie zukommt. Also, kurz und schmerzlos:

Was sich schon geändert hat

Seit 2025 reicht zwischen Unternehmen (B2B) ein normales PDF als Rechnung nicht mehr aus. Stattdessen muss die Rechnung in einem strukturierten, maschinenlesbaren Format ankommen, zum Beispiel als XRechnung oder ZUGFeRD. Das Empfangen und Verarbeiten solcher E-Rechnungen ist für Unternehmen schon seit 2025 Pflicht.

Was 2026 für dich wichtig wird

Für das Ausstellen eigener E-Rechnungen gibt es noch eine Übergangsfrist bis Ende 2026. Heißt: Falls du aktuell noch klassische PDF-Rechnungen verschickst, hast du noch ein bisschen Zeit, aber eben nicht ewig. Am besten schaust du dir jetzt schon an, ob dein Buchhaltungstool das mittlerweile eingebaut hat. Viele machen das inzwischen automatisch im Hintergrund, du musst nur einmal die Einstellung aktivieren.

Die Kleinunternehmerregelung im Blick behalten

Seit 2025 gilt: Du kannst die Kleinunternehmerregelung nutzen, wenn dein Umsatz im Vorjahr unter 25.000 Euro lag und im laufenden Jahr voraussichtlich unter 100.000 Euro bleibt. Überschreitest du diese Grenze im laufenden Jahr, musst du ab dem Folgejahr Umsatzsteuer ausweisen und abführen, und das ohne die Möglichkeit, Vorsteuer aus früheren Investitionen nachträglich geltend zu machen. Klingt trocken, kann aber ziemlich überraschend kommen, vor allem nach einem richtig guten Projektjahr. Plane das also lieber jetzt schon mit ein.

Die gute Nachricht zum Schluss

Der Grundfreibetrag steigt 2026 auf 12.348 Euro. Bis zu diesem Betrag zahlst du gar keine Einkommensteuer. Und falls deine Steuererklärung für 2025 noch auf der To-do-Liste steht: Ohne Steuerberaterin hast du dafür Zeit bis zum 31. Juli 2026.

Unser Tipp

Wir wissen, solche Themen schiebt man gerne vor sich her. Aber gerade bei der E-Rechnung Pflicht lohnt es sich, jetzt schon ein passendes Tool einzurichten, statt es kurz vor Jahresende in Panik nachzuholen. Einen guten Überblick über alle Fristen und Änderungen 2026 gibt es hier: Die wichtigsten Steueränderungen 2026 für Freelancer (Accountable)