Wusstest du, dass 2025 rund 690.000 Menschen in Deutschland ihr eigenes Business gestartet haben? Das ist eine Menge. Aber noch spannender ist, was dahintersteckt: 70% dieser Gründungen waren Nebenerwerbsgründungen. Also Menschen, die sich selbstständig gemacht haben, während sie gleichzeitig noch in einem Angestelltverhältnis waren.
Laut dem KfW-Gründungsmonitor 2026 ist das ein absoluter Rekordwert. Und wenn wir ehrlich sind: Das ergibt total Sinn.
Das Modell „alles hinwerfen und direkt in die Vollzeitselbstständigkeit springen“ klingt mutig. Aber für viele ist es einfach nicht realistisch. Besonders wenn man gleichzeitig Kinder hat, einen Kredit abbezahlt oder noch nicht genug Kunden hat, um sich selbst zu tragen.
Nebenberuflich zu starten heißt: Du kannst testen. Du kannst schauen, ob dein Angebot wirklich funktioniert, bevor du deinen Job kündigst. Du kannst deinen ersten Kunden gewinnen, dein Pricing finden und herausfinden, was du eigentlich willst. Und das alles ohne finanziell mit dem Rücken an der Wand zu stehen.
Gleichzeitig kritisieren viele so eine große Entscheidung "nebenbei" zu treffen. Für einige fehlt dort der Fokus, der bei einem Unternehmen nötig ist.
Was du beim nebenberuflichen Gründen wissen solltest
Steuern: Wenn du Einnahmen aus einem Nebenprojekt hast, gilt das als Einkommen. Bis 22.000 Euro Jahresumsatz kannst du die Kleinunternehmerregelung nutzen und musst keine Umsatzsteuer ausweisen. Am besten kurz beim Steuerberater nachfragen, ob das für dich passt.
Dein Arbeitsvertrag: Bei manchen Arbeitgebern musst du Nebentätigkeiten melden oder genehmigen lassen. Lies da nochmal rein, bevor du loslegst. In den meisten Fällen ist das kein Problem, aber besser absichern.
Zeitmanagement: Nebenberuflich bedeutet, du hast weniger Zeit als Vollzeitselbstständige. Das heißt, du musst von Anfang an klar sein, welche Aufgaben wirklich wichtig sind und welche warten können.
Der Trend zeigt übrigens auch: 44% der Neugründungen 2025 setzten auf digitale Geschäftsmodelle. Das ist ein neuer Rekord. Wenn du mit einem Online-Angebot, einem Kurs, einer Dienstleistung oder einem kleinen Shop starten willst, bist du damit in bester Gesellschaft.
Falls du mehr über die Zahlen wissen willst: Den vollständigen KfW-Bericht findest du hier: KfW-Gründungsmonitor 2026